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Schützen, was wertvoll ist. Mit der HPV-Impfung.

Die meisten Menschen stecken sich mindestens einmal im Leben mit HPV an. HP-Viren können Krebs auslösen. In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 10.000 Menschen aufgrund von HPV an Krebs, vor allem am Gebärmutterhals und im Mund-Rachenraum.

Die HPV-Impfung kann das Risiko für HPV-bedingte Krebsarten deutlich senken. Bei Gebärmutterhalskrebs beispielsweise um bis zu 90 Prozent. Zahlreiche Studien zeigen: Die Impfung ist wirksam und sicher.

Erfahren Sie hier mehr über die HPV-Impfung und treffen Sie eine informierte Entscheidung für die Gesundheit Ihres Kindes.

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Warum ist die HPV-Impfung wichtig für die Gesundheit meines Kindes?

Die Schutzwirkung der HPV-Impfung vor Gebärmutterhalskrebs liegt bei bis zu 90 Prozent. Bei anderen Krebsarten, die HPV auslösen kann, liegt sie je nach Krebsart zwischen 50 bis 75 Prozent. Da ein Restrisiko besteht, sollten aber auch geimpfte Frauen regelmäßig zur Krebs-Früherkennungsuntersuchung gehen.

Nach Schätzungen des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert Koch-Institut (RKI) erkranken jedes Jahr etwas über 10.000 Menschen in Deutschland aufgrund von HPV an Krebs. Am häufigsten sind Frauen betroffen, bei denen es vor allem zu Krebserkrankungen am Gebärmutterhals kommen kann. Doch auch knapp 3.000 Männer erkranken jährlich an durch HPV verursachten bösartigen Tumoren.

Warum sollte ich mein Kind vor dem 14. Lebensjahr impfen lassen?

Den besten Schutz entfaltet die HPV-Impfung, wenn der Körper noch nicht mit HP-Viren in Kontakt gekommen ist. HPV ist eine sexuell übertragbare Infektion (STI). Die meisten Ansteckungen finden schon in den ersten Jahren der sexuellen Aktivität statt. Deshalb ist es wichtig, dass die Impfung vor dem ersten Sexualkontakt vollständig abgeschlossen ist. Außerdem ist die HPV-Impfung im früheren Alter wirksamer, weil sie höhere Antikörper-Antworten erzielt. Die ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die HPV-Impfung daher für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren.

Ein weiterer Vorteil der frühen Impfung gegen HPV ist, dass bis zum Alter von 14 Jahren nur zwei statt drei Impf-Termine nötig sind.

Kann ich mein Kind auch im Teenager-Alter noch gegen HPV impfen lassen?

Mehr Informationen zur Wichtigkeit, Wirksamkeit und Sicherheit der HPV-Impfung finden Sie in der Stellungnahme der „Allianz gegen HPV“.

Ja. Ungeimpfte Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre können und sollten gegen HPV geimpft werden – unabhängig davon, ob sie schon sexuell aktiv sind oder nicht. Selbst wenn es schon zu einer Infektion mit einer der in der Impfung enthaltenen HPV-Typen gekommen sein sollte, kann die Impfung trotzdem noch einen Schutz vor den anderen im Impfstoff enthaltenen HPV-Typen bieten. Je früher die Impfung nachgeholt wird, desto besser.

Welche Impfstoffe gegen HPV gibt es?

In Deutschland können Sie zwischen zwei verschiedenen HPV-Impfstoffen wählen: Cervarix® und Gardasil®9.

Der Impfstoff Cervarix® schützt vor 2 der potenziell 13 krebsauslösenden HPV-Subtypen. Zusätzlich wird bei Cervarix® eine gewisse Kreuzprotektion gegen 3 weitere krebsauslösenden HPV-Subtypen beschrieben. Konkret bedeutet das: Der Impfstoff kann das Risiko für Gebärmutterhalskrebs um 70 Prozent senken.

Der Impfstoff Gardasil®9 schützt vor 7 der potenziell 13 krebsauslösenden HPV-Subtypen. Konkret bedeutet das: Der Impfstoff kann das Risiko für Gebärmutterhalskrebs um 90 Prozent senken.

Welche Nebenwirkungen hat die HPV-Impfung?

Die HPV-Impfung ist sicher: Der Weltgesundheitsorganisation WHO sind bei weltweit mehr als 270 Millionen verimpften Dosen keine schweren Nebenwirkungen, die die Gesundheit nachhaltig beeinträchtigen, im Zusammenhang mit der HPV-Impfung bekannt.

Wie bei jeder anderen Impfung auch können nach der HPV-Impfung Nebenwirkungen auftreten. Am häufigsten sind Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle am Oberarm. Schwere Kopfschmerzen, erhöhte Temperatur, Schwindel oder Abgeschlagenheit können auftreten, sind jedoch zeitlich begrenzt und verschwinden wieder vollständig. Diese Nebenwirkungen sind nicht häufiger als bei anderen klassischen Kinder-Impfungen auch und zeigen, dass der Körper sich mit dem Impfstoff auseinandersetzt.

Vereinzelt kann es zu schweren allergischen Reaktionen (WHO: ca. 1,7 Fälle pro eine Million Impfungen) kommen. Teilweise verspüren Jugendliche bei der Impfung Schwindel. Die Kreislaufreaktion hat meistens nichts mit der HPV-Impfung zu tun, sondern ist Ausdruck von Angst oder Stress im Zusammenhang mit der Impfung.

In Internetforen wird die HPV-Impfung immer wieder in Zusammenhang mit zwei Todesfällen aus dem Jahr 2007 gebracht. Das Paul-Ehrlich-Institut ist diesem Vorwurf gewissenhaft nachgegangen und konnte nach ausführlicher Untersuchung keinen Zusammenhang mit der HPV-Impfung feststellen. Die Ergebnisse können Sie in einer ausführlichen Stellungnahme des Paul-Ehrlich-Instituts nachlesen.

In einigen Internetforen hält sich der Mythos, dass die HPV-Impfung zu einem „komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS)“ oder dem „posturalen orthostatischen Tachykardiesyndrom (POTS)“ führen kann. Auch dieser Vorwurf erwies sich als wissenschaftlich nicht haltbar. Hierzu stellt zum Beispiel die Europäische Arzneimittelbehörde ausführliche Analyseergebnisse bereit.

FAQs

HPV-Infektionen gehören in Deutschland und weltweit zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen (STI). 9 von 10 Menschen stecken sich im Laufe ihres sexuell aktiven Lebens mindestens einmal mit HPV an. Die meisten Ansteckungen finden sogar schon in den ersten Jahren der sexuellen Aktivität statt. Somit hat ihr Kind ein großes Risiko, sich später mit HPV anzustecken. 

Rund 10.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr aufgrund von HPV an Krebs. HPV ist der Hauptauslöser für Gebärmutterhalskrebs und einer der Hauptauslöser für Krebs im Mund-Rachenraum.

Bei Frauen verursacht HPV vor allem Krebs am Gebärmutterhals aber auch Krebs im Mund-Rachenraum. Zudem ist die HPV-Infektion bei Frauen auch Auslöser für über 50.000 Operationen am Gebärmutterhals pro Jahr. In diesen Operationen werden Krebsvorstufen entfernt, um einen Ausbruch von Krebs zu verhindern. Die Folge der Operation ist ein erhöhtes Risiko für Frühgeburten.

Bei Männern verursachen HPV-Infektionen Krebs im Mund- und Rachenraum, aber auch Penis- oder Analkarzinome sind möglich. Jährlich erkranken knapp 3.000 Männer an HPV-bedingten Krebsarten.

HPV steht für Humane Papillomviren. Bei einer HPV-Infektion handelt es sich um eine sexuell übertragbare Virusinfektion.

Die HPV-Infektion verläuft meistens ohne äußere Anzeichen oder Beschwerden. Sie bleibt daher häufig unbemerkt. Nicht alle Menschen, die sich mit HPV anstecken, erkranken zwangsläufig an Krebs. In 90 Prozent der Fälle heilt die HPV-Infektion innerhalb von 2 Jahren von selbst aus.

Besteht die HPV-Infektion allerdings dauerhaft fort (chronische HPV-Infektion), kann dies zu Zellveränderungen am Gebärmutterhals, im Mund-Rachenraum, an der Vulva, der Vagina, dem Penis sowie dem Anus führen. Diese Zellveränderungen können sich im Laufe von Jahren zu Krebs entwickeln.

HPV kann neben Krebs auch Genitalwarzen an Penis, Scheide oder Anus auslösen. Die Behandlung ist oft langwierig und unangenehm. Mit dem HPV-Impfstoff Gardasil®9 können Sie das Risiko ihres Kindes, später an Genitalwarzen zu erkranken, um 90 Prozent senken.

HPV wird über virushaltige Hautschuppen übertragen. Die Hauptübertragungswege sind Vaginal- und Analverkehr, doch auch beim Petting kann es zu einer Ansteckung kommen. Über Oralverkehr kann eine Übertragung in den Mund-Rachenraum stattfinden. Kondome schützen daher nur teilweise vor einer Ansteckung mit HPV.

Unabhängig von der Wahl des Impfstoffs sind bei Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren zwei Einzelimpfungen im Abstand von mindestens 5 Monaten notwendig. War der Abstand kürzer als 5 Monate, sollte noch eine dritte Impfstoffdosis verabreicht werden.

Ab dem Alter von 15 Jahren sind drei Einzelimpfungen notwendig. Für Cervarix® sollte dies im Abstand von 0-1-6 Monaten erfolgen; für Gardasil®9 im Abstand von 0-2-6 Monaten. Bei Gardasil®9 sollten alle drei Dosen innerhalb des Zeitraums von einem Jahr verabreicht werden.

Die Impfung kann von Ärztinnen und Ärzten der folgenden Fachrichtungen durchgeführt werden: Allgemeinmedizin, Kinder- und Jugendheilkunde, Urologie, Gynäkologie und weitere impfberechtigte Ärztinnen und Ärzte.

Der HPV-Impfstoff ist im Vergleich zu anderen Impfstoffen relativ neu. Daher ist noch unbekannt, ob eine Auffrischimpfung notwendig ist. Bisher durchgeführte Studien zeigen, dass bei Mädchen beziehungsweise jungen Frauen der Impfschutz auch nach 12 Jahren fortbesteht. Aktuell laufende Studien untersuchen, ob eine spätere Auffrischimpfung notwendig ist.

Die Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen zwischen 9 und 17 Jahren. Einige Krankversicherungen übernehmen auch die Kosten für Frauen und Männer über 18 Jahren; hier lohnt es sich, bei Ihrer Versicherung nachzufragen.